Continental kooperiert mit Berkeley DeepDrive

 Continental kooperiert mit Berkeley DeepDrive

Im Fokus der gemeinsamen Arbeit stehen unter anderem die Optimierung der Geschwindigkeit von neuronalen Netzen im Auto sowie die Absicherung von KI-Systemen in sicherheitskritischen Anwendungen. Bild: Continental

Continental weitet sein internationales Netzwerk für künstliche Intelligenz (KI, englisch: Artificial Intelligence, AI) auf das Silicon Valley aus. „Wir vereinen unsere Kräfte mit den führenden KI-Forschern der Welt“, beschreibt Demetrio Aiello, Leiter der weltweiten KI-Vorentwicklung von Continental in Regensburg. „Nach Oxford, dem DFKI und anderen haben wir jetzt einen Fünfjahresvertrag mit der KI-Forschungsgruppe Berkeley DeepDrive (BDD) an der University of California geschlossen.“

Im Fokus der gemeinsamen Arbeit stehen unter anderem die Optimierung der Geschwindigkeit von neuronalen Netzen im Auto sowie die Absicherung von KI-Systemen in sicherheitskritischen Anwendungen. Hauptziel der Kooperation: KI-Forschungsergebnisse sollen so schnell wie möglich ihren Weg in die Serie finden.

Autos, die besser sehen und lernen

Berkeley DeepDrive befasst sich mit hochmodernen Technologien für maschinelles Sehen und Lernen in automobilen Anwendungen. Heimat des multidisziplinären Zentrums ist das Institute of Transportation Studies der University of California in Berkeley. Sponsoren aus der Industrie fördern hier die Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen, um neue Technologien in Automotive-Anwendungen zu bringen. Direktor von Berkeley DeepDrive ist Professor Trevor Darrell, Leiter des Fachbereichs „Partners for Advanced Transportation Technology“ (PATH).

Industriepartner haben Vorgriff

Für Continental stehen im ersten Jahr der Partnerschaft zwei Forschungsbereiche des Berkeley DeepDrive im Vordergrund. Zum einen geht es um die „Testbarkeit von KI-Algorithmen in sicherheitsrelevanten Systemen“: Fahrer müssen sich darauf verlassen können, dass die komplexe Technologie ihrer Fahrzeuge im Einsatz zuverlässig funktioniert. Deshalb entwickelt BDD Methoden, mit denen sich die Ausfallsicherheit von KI-Systemen besser testen lässt. Zum anderen untersuchen die Berkeley-Forscher Möglichkeiten, KI-Anwendungen besonders speichereffizient zu betreiben, um neuronale Netze zu beschleunigen und zu optimieren. So lassen sich die KI-Methoden später leichter in Fahrzeugen anwenden.

Das Forschungsfeld künstliche Intelligenz bei Continental

Um die verschiedenen Aktivitäten der Forschung rund um Künstliche Intelligenz zu koordinieren, hat Continental seit 2015 eine zentrale Vorentwicklung für KI-Themen. Das Technologieunternehmen kooperiert mit NVIDIA, Baidu und zahlreichen Forschungsinstituten auf diesem Gebiet wie der Universität Oxford, der Technischen Universität Darmstadt, dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und dem Indian Institute of Technology Madras (Indien). In Budapest (Ungarn) eröffnete der Continental Geschäftsbereich Fahrerassistenzsysteme im Mai 2018 ein Kompetenzzentrum für Deep Machine Learning. Weltweit wird das Technologieunternehmen bis Ende 2018 rund 400 Ingenieure mit speziellem KI-Know-how beschäftigen und sucht nach weiteren Talenten für die Produkt- und Prozessentwicklung im Umfeld der Künstlichen Intelligenz. (ig)